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Quintessenz Zahnmedizin
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Quintessenz 56 (2005), Nr. 10     5. Okt. 2005
Quintessenz 56 (2005), Nr. 10  (05.10.2005)

ZAHNERHALTUNG, Seite 1003-1011


Indikationen und Präparate zur medikamentösen Desinfektion des Endodonts
Rödig, Tina/Hülsmann, Michael
Das Ziel einer medikamentösen Einlage besteht darin, die Menge der Bakterien und ihrer Toxine im Endodont zu reduzieren, da dies mit der Wurzelkanalaufbereitung und -spülung allein nicht möglich ist. Im Allgemeinen wird eine 1- bis 2-wöchige Einlage mit einer Kalziumhydroxidpaste empfohlen, denn dieses Medikament weist eine gute Effektivität gegen die meisten endodontisch relevanten Keime auf. Bei therapieresistenten apikalen Parodontitiden und in Revisionsfällen sollte Chlorhexidingel verwendet werden, um Problemkeime wie z. B. Enterokokken, Hefen und Pilze zu eliminieren, da diese Mikroorganismen gegen Kalziumhydroxid weitgehend resistent sind. Die Anwendung chlorphenolhaltiger Präparate ist aufgrund der Zytotoxizität und der nur kurzzeitigen antibakteriellen Wirksamkeit nicht mehr zeitgemäß. Kombinationspräparate mit einem Kortikosteroid- und einem Antibiotikaanteil sollten lediglich in Ausnahmefällen bei starken Beschwerden eingesetzt werden, weil die keimreduzierende Wirkung fraglich ist und die Immunsuppression die periapikale Heilung möglicherweise eher beeinträchtigt.

Schlagwörter: Wurzelkanalbehandlung, intrakanaläre Medikamente, medikamentöse Einlage, Desinfektion, Kalziumhydroxid, Chlorhexidin, Chlorphenol, Kortikosteroid
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